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   Kinderarztpraxis Villa Vesta
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1. Neue Empfehlungen betreffend Impfungen
1. Seit dem 1.1.2012 gibt es neue Impfempfehlungen hinsichtlich Auffrischimpfungen gegen Keuchhusten (Pertussis), Starrkrampf (Tetanus) und Diptherie für Erwachsene:

A) Die wichtigste Empfehlung betrifft Erwachsene und Jugendliche, die in der Familie (v. a. Eltern, Geschwister und Grosseltern) oder im Beruf regelmässigen Kontakt zu Säuglingen unter 6 Monaten haben:

Grund für diese neue Impfempfehlung ist, dass die Daten der letzten 10 Jahre zeigen, dass Jugendliche und Erwachsene häufig Überträger des Pertussiserregers auf Risikogruppen (Säuglinge!) darstellen, die noch nicht ausreichend geschützt sein können. (Ein guter Schutz gegen eine Keuchhustenerkrankung besteht erst einen Monat nach der 2. Pertussisdosis. Also bei zeitgerechter Impfung des Säuglings frühestens mit 5 Monaten.) Säuglinge sind besonders von schweren Verläufen bis hin zu Lungen- und Herz-Kreislauf-Versagen mit Todesfolge betroffen.

Es wird eine einmalige Auffrischimpfung mit einem Keuchhustenimpfstoff empfohlen, wenn die letzte Keuchhustenimpfung länger als 10 Jahre zurückliegt.

Da es nur einen Kombinationsimpfstoff mit Starrkrampf und Diphtherie gemeinsam mit Keuchhusten gibt wird in diesen Situationen ein Kombinationsimpfung empfohlen. Die letzte Starrkrampf (Tetanus)-Impfung sollte aber mindestens 4 Wochen zurückliegen.

B) Darüber hinaus wird allen Erwachsenen zwischen 25 und 29 Jahren und Jugendlichen, die noch keine 5 Keuchhustendosen erhalten haben unabhängig vom Kontakt zu Risikogruppen eine einmalige Kombinationsimpfung mit Pertussis empfohlen.

C) Die Daten haben aber auch gezeigt, dass im Alter zwischen 25 und 65 Jahren die Tetanus- und Diptherie-Auffrischimpfung nur alle 20 Jahre durchgeführt werden muss.

2. Bei der Gebärmutterhalskrebs-Impfung (HPV) kann auf Grund der neusten Daten bei Durchführung der ersten Impfung vor dem 15. Geburtstag ebenfalls auf eine Dosis verzichtet werden, d.h. in Zukunft braucht es bei Durchführung der Impfung bei Jugendlichen unter 15 Jahren anstatt 3 Dosen nur noch 2 im Abstand von (4-) 6 Monaten.

3. Es gibt seit Januar 2011 einen neuen Pneumokokkenimpfstoff (Prevenar 13). Pneumokokken sind eine "Familie" von Bakterien, die v.a. beim Säugling und Kleinkind unter anderem schwere Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen machen können.

Leider gibt es bei dieser "Bakterienfamilie" viele Untertypen, vor welchen der Impfstoff schützen soll. Der bisherige Impfstoff schützte gegen die 7 anhin häufigsten Typen der Erreger, welche schwere Infekte auslösen können. Der neue Impfstoff schützt gegen 6 weitere (insgesamt also gegen 13) Typen und ist damit deutlich besser:

Der neue Prevenar 13 - Impfstoff deckt nun über 90 % der in der Schweiz vorhandenen Pneumokokken - Erregertypen ab.

Da Kinder bis 5 Jahre einem erheblichen Krankheitsrisiko durch die Pneumokokken ausgesetzt sind, empfiehlt sich eine einmalige Nachimpfung mit dem neuen Impfstoff.

Der Impfstoff ist in Bezug auf Nebenwirkungen mit dem alten Pneumokokkenimpfstoff vergleichbar. Es werden lokale Reaktionen (Berührungsempfindlichkeit, Schwellung und Rötung an der Einstichstelle) beobachtet. Darüberhinaus können während max. 48 Stunden Fieber und leichte Befindlichkeitsstörungen auftreten.

Dr. S. Menzinger, 4.3.2012

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2. Aktuelles Impfschema in der Schweiz (Stand 2017)
»
Impfplan_2017.pdfAnmeldung


3. Informationen bzw. PDF`s zu den einzelnen Impfstoffen des schweizerischen Impfplans:
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» Impfinformation_saisonale_Grippeimfpung.pdfAnmeldung
» Impfinformation_Masern_Mumps_Röteln.pdfAnmeldung
» Impfinformation_Hepatitis_A.pdfAnmeldung
» Impfinformation_Hepatitis_B.pdfAnmeldung
» Impfinformation_Zeckenenzephalitis_FSME.pdfAnmeldung
» Impfinformation_HPV_(Gebärmutterhalskrebs).pdfAnmeldung
5-fach bzw. 6-fach Kombination: Diphterie, Wundstarrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hämophilus influenza B ohne bzw. mit Hepatitis B: » Impfinformation_Infanrix_Hexa.pdfAnmeldung
» Impfinformation_Meningokokken.pdfAnmeldung
» Impfinformation_Pneumokokken.pdfAnmeldung
» Impfinformation_DTPa.pdfAnmeldung
» Impfinformation_Windpocken.pdfAnmeldung


4. Zusätzliche Informationen zu verschiedenen Impfungen
  • Diphtherie:
    Lokale Reaktionen (Rötung, Schwellung an der Einstichstelle).
  • Wundstarrkrampf (Tetanus):
    Lokale Reaktionen (Rötung, Schwellung an der Einstichstelle) oder evtl. leichtes Fieber. Bei zu häufigen Auffrischimpfungen im Jugend- und Erwachsenenalter kann es zu stärkeren lokalen Entzündungsreaktionen kommen. Diese sind ungefährlich, aber für die Betroffenen lästig.
  • Keuchhusten(Pertussis):
    Gegenüber den früheren Ganzzellimpfungen sind die heutigen azellulären Keuchhustenimpfstoffe gut verträglich. Evtl. kann es zu Lokalreaktionen kommen (Rötung, Schwellung, leichter Schmerz an der Impfstelle) oder auch mal zu leichtes Fieber. Bei der 4. und 5. Dosis wurden gelegentlich ausgeprägte Schwellungen im Bereich der geimpften Extremität (Arm oder Bein) beobachtet. Diese dauern kurz (1 – 2 Tage), sind gering schmerzhaft und brauchen keine besondere Therapie.
    Heute kann generell gesagt werden, dass Nebenwirkungen der verfügbaren Kombinationsimpfstoffen mit azellulärem Keuchhustenimpfstoff nicht häufiger oder schwerer sind als bei alleiniger Diphtherie-Tetanus-Impfung.
  • Haemophilus-influenzae-Typ b (Hib):
    Lokale Reaktionen und leichtes Fieber von kurzer Dauer.
  • Kinderlähmung:
    Die Möglichkeit einer Impfpolio besteht bei den heutigen inaktivierten Totimpfstoffen nicht mehr. Es sind lokale Reaktionen und kurzes Fieber oder Müdigkeit selten möglich.
  • Hepatitis B:
    Lokale Reaktionen (Rötung, Schwellung an der Einstichstelle) und leichtes Fieber ist möglich. In < 0,5 % der Impfungen kann es zu Gelenkschmerzen und -schwellungen kommen, die nach wenigen Tagen meist spontan wieder abklingen.
  • Masern:
    In 1:3000 Fällen kann es zu Fieberkrämpfen kommen. In sehr seltenen Fällen kann es möglicherweise - wie bei der natürlichen Erkrankung – zu einer Gehirnentzündung komme. Die Häufigkeit liegt bei weniger als 1 : 1 Million Impfungen, ist also 1000 bis 10000-mal seltener als nach echten Masern. Im Gegensatz zu natürlichen Masern wird die Gehirnentzündung nach Impfungen nie chronisch. Immungeschwächte und Schwangere dürfen nicht gegen Masern geimpft werden.
  • Mumps:
    In wenigen Fällen tritt in der zweiten Woche nach Impfung Fieber auf. In < 1% der Fälle kann es zu einer vorübergehenden Schwellung der Ohrspeicheldrüse kommen. In Einzelfällen wurde eine Hodenschwellung, eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse und Hörschädigungen beobachtet. Die Häufigkeit dieser Ereignisse liegt in einer Grössenordnung von 1 : 1 Million, so dass eine Unterscheidung zwischen zufälligem zusammentreffen und ursächlichem Zusammenhang mit der Impfung kaum möglich ist. Immungeschwächte und Schwangere dürfen nicht gegen Mumps geimpft werden.
  • Röteln:
    Ca. eine Woche nach der Impfung kann ein flüchtiger harmloser Ausschlag auftreten. Bei erwachsenen Frauen kann in seltenen Fällen eine vorübergehende Gelenkentzündung und ein vorübergehender Abfall der Blutplättchen beobachtet werden. Immungeschwächte und Schwangere dürfen nicht gegen Röteln geimpft werden.
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5. Zusätzliche mögliche Impfungen:
Es gibt Windpocken-, Hepatitis A-, Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME)-, Influenza (Grippe)- und weitere Impfungen (v.a. für Auslandsreisen). Sollten Sie zu diesen Impfungen Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an uns.

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6. Reiseimpfungen:
Je nach Reiseziel sind rechtzeitig vor Ihrer Reise zusätzliche Impfungen wie Hepatitis A, Gelbfieber oder Typhus empfohlen oder sogar Pflicht. Wir empfehlen Ihnen deshalb bei Reisezielen ausserhalb Zentraleuropas rechtzeitig mit uns Kontakt aufzunehmen. Wir beraten Sie gerne (siehe auch unter Links).

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Kinderarztpraxis Villa Vesta Rheinfelden (CH)